24h Dubai: Herausforderungen und Erkenntnisse für Proton Huber Competition
Proton Huber Competition startete die Rennsaison 2025 beim prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen in Dubai mit großen Ambitionen, musste sich jedoch einem herausfordernden Rennen stellen. Trotz einer soliden Leistung des Teams und seiner Fahrer, darunter der zweifache Rallye-Weltmeister Kalle Rovanperä, blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. Teamchef Christoph Huber zog nach dem Rennen selbstkritisch Bilanz und blickt bereits auf die Zukunft.
Proton Huber Competition setzte einen Porsche 911 GT3 R in der GT3 Pro-Am-Klasse ein. Das Fahreraufgebot war hochkarätig besetzt: Neben Kalle Rovanperä teilten sich Jukka Honkavuori, Jani Käkelä, Bashar Mardini und Joel Monegro das Cockpit. Ein besonderes Highlight war der Einsatz von Jani Käkelä, der nach einem schweren Unfall nur mit einem Arm lenken kann. Für ihn wurde das Fahrzeug speziell angepasst, was jedoch bei den Boxenstopps zusätzlichen Zeitverlust verursachte.
Nach einer fehlerfreien Leistung der Fahrer über die gesamte Distanz beendete der GT3-Bolide das Rennen auf Platz 17 im Gesamtklassement und Rang fünf in der Klasse. Christoph Huber zeigte sich selbstkritisch: „Strategisch haben wir während der Code-60-Phasen Fehler gemacht, die sich über das Rennen summierten. Zudem waren uns die Herausforderungen mit den Boxenstopps bewusst, aber wir konnten diese nicht vollständig kompensieren.“. Besonders lobte Huber die Leistung von Kalle Rovanperä: „Trotz minimaler Vorbereitung war er der schnellste Fahrer im Auto und hat gezeigt, warum er ein außergewöhnliches Talent ist. Ich hoffe, wir haben die Chance, in Zukunft erneut mit ihm zusammenzuarbeiten.“
m zweiten Einsatz setzte Proton Huber Competition gemeinsam mit Duel Racing einen Porsche 911 GT3 Cup in der Klasse für Markenpokal-Fahrzeuge ein. An Bord waren die Moutran-Brüder Nabil, Ramzi und Sami, unterstützt vom britischen GT-Ass Phil Keen und Porsche-Junior Theo Oeverhaus. Oeverhaus brillierte mit der schnellsten Rennrunde in seiner Klasse und das Fahrzeug beendete das Rennen auf Platz acht in der stark besetzten Kategorie.
Die 24h Dubai machten deutlich, dass Langstreckenrennen eine andere Herausforderung darstellen als die bekannten Markenpokale wie der Porsche Carrera Cup oder der Supercup. „Langstreckenrennen sind eine ganz andere Welt. Ohne ausreichend Tests gegen die erfahrenen Creventic-Teams anzutreten, ist schwierig. Das hat uns gezeigt, wie viel wir noch lernen müssen. Aber genau das sehen wir als Ansporn für die Zukunft“, betonte Huber.
Nach dem Rennen in Dubai steht für Proton Huber Competition ein intensives Wochenende bevor. Während ein Teil des Teams in Dubai bleibt, um am Porsche Carrera Cup Middle East teilzunehmen, reist die GT3-Abteilung nach Abu Dhabi, um beim 6-Stunden-Rennen der 24H Series anzutreten. Gleichzeitig startet das Team in Portimão in die Porsche Sprint Challenge Southern Europe, wo mehrere Porsche 911 GT3 Cup eingesetzt werden.
Mit einem klaren Fokus auf Verbesserungen und einem breiten Rennprogramm blickt Proton Huber Competition motiviert auf die kommenden Herausforderungen – fest entschlossen, aus den Erfahrungen der 24h Dubai gestärkt hervorzugehen.
