| JAN. 20, 2025

Jahresrückblick 2024: Eine Saison mit Erfolgen und Herausforderungen für Proton Huber Competition

Das Jahr 2024 war für Proton Huber Competition ein Jahr der Gegensätze: Sportliche Erfolge in mehreren Rennserien prägten die Saison, doch der tragische Tod von Gerhard Freundorfer im April hinterließ einen Schatten, der das Team über das gesamte Jahr begleitete. Teamchef Christoph Huber blickt auf eine bewegte Saison zurück und gibt einen Ausblick auf das, was 2025 bereithält.

Mit drei Titeln im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, einem Meisterschaftsgewinn im Porsche Sports Cup Suisse, einem Titel in der Porsche Sprint Challenge Southern Europe und einem beeindruckenden zweiten Platz bei den 24h Dubai war 2024 sportlich gesehen ein herausragendes Jahr für Proton Huber Competition. Besonders im Carrera Cup gelang es dem Team, alle möglichen Titel zu gewinnen. Flynt Schuring sicherte sich den Rookie-Titel in einem dramatischen Finale, während Larry ten Voorde die Fahrerwertung dominierte. Auch die Teammeisterschaft ging an das Team aus Hofkirchen – ein Ergebnis, das die harte Arbeit und den Teamgeist von Proton Huber Competition widerspiegelt.
„Es war für uns unfassbar wichtig, uns selbst und der Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir zurück sind“, erklärt Christoph Huber. Der Erfolg war jedoch nicht selbstverständlich, da die Saison 2023 schwierig verlief. Der Sieg bei den 24h Dubai und die Verpflichtung von Larry ten Voorde markierten den Wendepunkt und leiteten eine starke Rückkehr ein.

Der Tod von Gerhard Freundorfer, einem zentralen Mitglied des Teams, prägte die Saison emotional. „Es ist noch immer extrem schwer, und ich glaube, dass manche Mitarbeiter daran zerbrochen sind, die wir lange aufrichten mussten – mich eingeschlossen“, so Huber. Trotz des Verlustes schweißte der Vorfall das Team zusammen und führte zu einem gemeinsamen Ziel: Die Stärke und den Zusammenhalt von Proton Huber Competition zu beweisen.

Die Saison im Porsche Mobil 1 Supercup verlief weniger erfolgreich als erhofft. Huber erklärt, dass junge Fahrer wie Alexander Tauscher und Sebastian Freymuth in ihrer ersten Supercup-Saison häufig Zeit benötigen, um sich zu etablieren. Doch das Team nimmt wichtige Erkenntnisse für die Zukunft mit, um 2025 im internationalen Markenpokal stärker zurückzukehren.
Im Michelin Le Mans Cup feierte das Team sein Debüt und sammelte wertvolle Erfahrungen. Besonders die Teilnahme an den „Road to Le Mans“-Rennen war ein Highlight. „Es war eine wahnsinnig tolle und wichtige Erfahrung, in einem so professionellen Umfeld anzutreten“, sagt Huber. Dennoch bleibt der Verlust von Freundorfer, der während der ersten Saisonstation in Barcelona verstarb, ein emotionaler Makel, den das Team weiterhin verarbeitet.

Für 2025 hat Proton Huber Competition große Pläne. Das GT3-Programm wird massiv ausgebaut, mit Einsätzen im ADAC GT Masters, der GT World Challenge Europe und möglicherweise erneut im Michelin Le Mans Cup. Zusätzlich startet das Team mit dem zweimaligen Rallye-Weltmeister Kalle Rovanperä bei den 24h Dubai, einem Saisonauftakt, der bereits viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland setzt das Team erneut auf ein starkes Lineup: Marvin Klein, ein Titelanwärter, ist bereits bestätigt, und weitere starke Fahrer sollen folgen. Auch im Supercup sind ambitionierte Ziele gesteckt, mit Verpflichtungen von Rennsiegern und einem talentierten Rookie.

Christoph Huber hat klare Vorstellungen für die Zukunft von Proton Huber Competition. Neben der kontinuierlichen Arbeit in den Porsche-Markenpokalen sieht er die GT3-Rennserien als zentrales Wachstumsfeld. Langfristig möchte das Team auch in die DTM einsteigen, ein Traum, der Huber seit seiner Kindheit begleitet. Das ultimative Ziel bleibt jedoch, eines Tages mit einem eigenen Auto bei den 24 Stunden von Le Mans anzutreten. „Es wäre einer der größten Träume, in Le Mans zu starten, auf einer Strecke, auf der wir bereits Markenpokalrennen gewonnen haben“, so Huber.

2024 war ein Jahr der Höhen und Tiefen für Proton Huber Competition. Trotz persönlicher und emotionaler Herausforderungen hat das Team eindrucksvoll bewiesen, dass es zu den stärksten Rennställen im Porsche-Motorsport gehört. Mit einer klaren Vision und ambitionierten Plänen geht Proton Huber Competition in die Saison 2025 – bereit, neue Erfolge zu feiern und weiter an die Spitze zu fahren.

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