| MAI 09, 2026

Starke Signale aus Spa

Proton Competition gelang bei der zweiten Runde der FIA WEC in Spa-Francorchamps am 9. Mai ein wichtiger Schritt nach vorn. Auch wenn am Ende des 6-Stunden-Rennens ein Spitzenergebnis ausblieb, stellte die Mannschaft rund um Christian und Michael Ried ihr Potenzial eindrucksvoll unter Beweis. Vom Gastspiel in Belgien nimmt das Team großes Selbstvertrauen sowie wichtige Erfahrungswerte mit.

Was deutlich wurde: Der Ford Mustang LMGT3 ist schnell und auf Augenhöhe mit der starken Konkurrenz in der LMGT3-Klasse. Im Qualifying gelang sowohl Eric Powell im Fahrzeug #77 als auch Stefano Gattuso im Schwesterfahrzeug #88 eine Top-10-Platzierung, was den Einzug in das begehrte Hyperpole-Shootout ermöglichte. In der alles entscheidenden Session waren es dann Ben Tuck und Giammarco Levorato, die sich Startplätze in der zweiten sowie in der dritten Reihe für das Rennen sicherten.

Im Rennen lief es zunächst noch besser. Startfahrer Gattuso, der von Platz fünf ins Rennen ging, fand sich in seinem Ford Mustang LMGT3 im Kampf um die Spitzenpositionen wieder. Dank einer geschickten Boxenstoppstrategie gelang es dem Italiener, den bis dato führenden Lexus zu überholen und sich nach der ersten Boxenstopp-Runde an die Spitze des LMGT3-Feldes zu setzen.

Die Dynamik hielt an – auch mit Giammarco Levorato am Steuer. Zur Rennhalbzeit nach drei Stunden lag der Italiener im Ford Mustang LMGT3 #88 auf einem aussichtsreichen zweiten Platz. Erst eine Durchfahrtsstrafe bremste ihn und seine Teamkollegen Stefano Gattuso und Logan Sargeant aus. Wegen des Zeitverlusts infolge der Strafe rutschte das Trio im Ergebnis deutlich ab. Schlussfahrer Sargeant versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben und kämpfte bis zur letzten Runde um Punkte. Die Ziellinie überquerte er schließlich als Zwölfter.

Punkte blieben damit zwar aus, Grund zur Freude gab es trotzdem: Stefano Gattuso wurde von den Zuschauern mit dem Goodyear Wingfoot Award ausgezeichnet. Damit würdigten die Fans die sensationelle Anfangsphase und die Gesamtleistung des italienischen Bronze-Fahrers.

Auch das Trio im Ford Mustang LMGT3 #77 setzte Highlights in Spa-Francorchamps. Mit einem gewagten Überholmanöver durch Eau-Rouge begeisterte Eric Powell die mehr als 100.000 Besucher vor Ort gleich zu Rennbeginn.

Wegen eines unglücklichen Drehers ins Kiesbett lag ein Top-Ergebnis aber außer Reichweite. Powell und seine beiden Teamkollegen Ben Tuck und Sebastian Priaulx belegten nur Rang 16, nutzten das Rennen aber, um weitere Daten zur Vorbereitung auf die nächsten Läufe zu sammeln.

Alle Augen richten sich nun auf den Höhepunkt der Saison: Vom 13. bis 14. Juni steht mit den 24 Stunden von Le Mans nicht nur eines der populärsten Rennen der Welt auf dem Programm, sondern auch die nächste Runde der FIA WEC an. Proton Competition selbst tritt mit insgesamt vier Fahrzeugen in drei Klassen an.

Frei zur redaktionellen Verwendung.
Copyright: Proton Competition (Paola Depalmas)

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